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Das war Woche ZWEIUNDZWANZiG

Das war Woche ZWEIUNDZWANZiG

Natürlich könnte ich hier Woche für Woche nur von den rosaroten Bonbons berichten, die wir uns jede Minute in den Mund stecken und deren Geschmack uns an die weiß-rot-gestreiften Zuckerbomben der späten 70er erinnert. Aber das Leben ist mit einem fünf Monate alten Baby nicht jeden Tag nur große Fiesta. Es gibt auch die schwachen, kraftlosen Momente. Die Nächte, wenn du gerade einschlafen willst und keine 50 Zentimeter von deinem Kopf ein leises Wimmern immer lauter wird.

Ja, auch wir mussten mal kurz vom Ponyhof runter und jetzt gibt es bei uns auch das volle Programm. Scheiße bis zum Hals, alle zwei Stunden Nachtgequängel und meine Frau macht das alles wunderbar! Da ich – aufgrund einer unglaublichen Milde meiner Frau – noch weiß, was eine Tiefschlafphase ist, berichte ich hier mit wachem Verstand und aufgewecktem Geist von unseren Abenteuern der vergangenen Woche. Und ja, keine Angst! Das nächste lange Wochenende gehört meiner Frau und ich werde dann mal den Baby-auch-in-der-Nacht-Rundumsorglos-Service bieten (bis auf die Sache mit dem Stillen…). So ran an den Speck, was hat Papa denn in Woche 22 gelernt?!

#01: Der große Schub – (Pseudo)Nachtwächter-Check
#02: Ungeschminkt – Tacheles-Check
#03: Impfschluss – 3+0-Check
#04: Vollhorst 2.0 – Megaclown-Check
#05: Baby-Iro – Strumpfschuh-Check

Der große Schub. Was hier so klingt, als hätte ich nach 100 Jahren mal wieder ins Bücherregal gegriffen und einen dieser Karl-May-Schmöker rausgefischt, ist eine handfeste Sache. Eigentlich ist es mehr so eine mystische Sache. Es ist diese Legende, die sich junge Eltern abends am Lagerfeuer immer und immer wieder erzählen und in der es um die Zeit zwischen der 18. und der 25. Woche geht. Eben die Zeit des GROSSEN SCHUBS!

Ok. Ich will hier nicht zum Storykiller werden aber ganz ehrlich. Der große Schub ist vor allem durch eine Sache gekennzeichnet: Dein Kind ist einfach nicht mehr das Kind das du von früher kanntest. Das wird mir im weiteren Verlauf meiner Existenz zwar noch häufiger passieren (vor allem, wenn sie nach mir kommt…) aber in diesem speziellen Fall führt es zu einer tief empfundenen Übermüdung (vor allem meiner Frau) und zu jeder Menge Schlafentzug. Da sich das gegenseitig bedingt und überhaupt nicht trennbar ist, was ich gerade geschrieben habe, wisst ihr ja jetzt wie ich mich jetzt fühle (und meine Frau).

WIR SIND MÜDE!!! – Vor allem meine Frau!!!!!

Es ist mir Schei****egal ob es die Zähne sind, ob sie wächst oder sonst was. Ich will einfach, dass sie wieder durchschläft. So wie früher.

Das war schön…

Alles was mir (und meiner Frau) bleibt ist die Tatsache, dass die Kollegen am Lagerfeuer was von der 25. Woche gefaselt hatten. Also in drei Wochen ist der Spuk dann vorbei? Kann ich das schriftlich bekommen? Irgendwie, wenigstens mit einem Blutstropfen oder sonst was bewiesen?

Nee, kriegste nich. Kann dir keiner eine Garantie drauf geben. Alles was dir bleibt ist die Biologie und diese Kindchenschema-Sache. Weil, wenn die Kleine lächelt, ist das wie so ein Powerriegel den man sich mal eben in Rekordzeit reinpfeift. Auf einmal hat man wieder Kraft (also meine Frau), lächelt und hört mit der Kleinen zum zwölfundachtzigsten Mal diese verschis*** Weihnachtsbäckerei und freut sich, wenn die Kleine dabei lacht und juchzt und einfach gut drauf ist.

Es ist so eine Art Zauberei…

Aber es gibt auch noch einen Haufen guter Dinge zu berichten! Also fernab von unserem Schlafentzugsproblem (also das von meiner Frau – ja ich weiß, ist gut jetzt…), ist auch endlich diese Impfnummer gegessen. Also nochmal: Leute lasst eure Kinder impfen. Besser als nicht!!! Und die drei Ausrufenzeichen sind ernst gemeint! Aber überlegt euch, ob das tatsächlich so früh sein muss!

Wir hatten Glück. Alle gut gelaufen. Einige Kinder aus der Krabbelgruppe hatten Fieber, Durchfall oder waren scheiße drauf. Kann jetzt auch am GROSSEN SCHUB liegen, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall ist es normalerweise mit etwas Ärger verbunden. Ich bin froh, dass wir jetzt erst einmal über ein halbes Jahr Ruhe haben und diese lästigen Spritzen nicht mehr in die kleinen Speckbeinchen meiner Tochter gepiekt werden!

Und auch wenn es so wirkt als hätte ich es eilig (is gar nicht so…), hier gleich der nächste Checkpunkt: Vollhorst 2.0

Ich bin inzwischen in der Lage, den Vollhorst auch in der Öffentlichkeit zu geben. Einige meine Kollegen und auch meine Frau würden zwar jederzeit unterschreiben, dass ich das auch schon früher ohne Kind konnte aber das stimmt nicht! Ich bin nach jahrelangem Überlegen, ob denn nun die Menschen mich überhaupt wahrnehmen zur Gewissheit gelangt, dass es so ist und es ist mir egal. Jedenfalls wenn ich meine kleine Tochter dabei habe und sie gerne bespaßen möchte. Es sieht zwar immer noch bescheuert aus und klingt auch seltsam, wenn ich wie Didi Hallervorden einst meine Grimassen ziehe (und auch so spreche) aber sie lacht sich scheckig und allein das zählt!

So und zum Abschluss noch eine Baby-Pflegetipp!

Nutzt Socken! Also nicht an den Füßen eurer Babys sondern an den Händen. Und zwar dann, wenn ihr einen kleinen Säugling habt, der mit wunderschönen Haaren geboren wird und dann plötzlich diesen blöden Gneis bekommt (das sind so Schuppen auf der Kopfhaut). Unsere Kleine hat sich da oben mächtig gekratzt und zwar immer wieder und vor allem sowohl mit der linken, wie auch mit der rechten Hand und dann war er eines Tages da – Der Baby-Iro. Sie sieht jetzt ein wenig aus wie der kleine Zwerg in Mad Max (Der Vollstrecker), der mit diesem scharfen Bumerang. Die Frisur hat zwar immer noch was aber die schönen Locken sind erst einmal Geschichte. Wir haben viel zu lange auf das einölen der Kopfhaut gesetzt und ihre Händchen nachts nicht mit den Söckchen versorgt (es sah schon sehr nach Klappse aus…). Also immer schön drauf achten oder auch nicht!

Das entscheidet alleine ihr! So und nu bis nächste Woche – Wünsche allen einen gesegneten Schlaf

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