Stelzenhaus erbaut 2020 Papa wird's schon richten! Bau es einfach selbst! Hier findest du meine Projekte Erzähle von großen Abenteuern! Gute Nacht Geschichten Vorlesegeschichten Mein Leben als Papa BLoG & VLOG Zum BLog

Das war Woche ZWEI

Das war Woche ZWEI

Mein lieber Herr Gesangsverein! Also die vergangenen acht Tage waren alles andere als langweilig. Ich habe mir von einem Zweijährigen erklären lassen, dass vor allem Hühner Eier haben, wie wertvoll zwei starke Arme im Kampf gegen das Wachsein sein können und was es heißt, in den Mühlen der Verwaltung zu landen. Wie immer möchte ich mit meinen neu erworbenen Fähigkeiten zu allererst angeben!

  • #01: Baby einlullen unter 10 Minuten – Check!
  • #02: Erfolgreich zum Schnuller-Coach umgeschult – Double-Check!
  • #03: Menschlicher Kinderwagen-Tempomat – Check!
  • #04: Auf Partys den erfolgreichen Papa spielen obwohl einem locker 10 Stunden Schlaf fehlen – Check, Check und verdammtnochmal Double-Check!!!
  • #05: Kapiert, dass zwei Geburtstagsfeten an zwei Tagen hintereinander am Ende 20 Stunden fehlenden Schlaf bedeuten – Achleckmich-Triple-Check!

Die zweite Woche hatte es in sich. Gut, am Anfang war alles noch locker. Vergangenen Montag waren wir beim Kinderarzt. U2 – die Assistentin hat sich mal eben um 100 Gramm verwogen aber ansonsten macht das alles einen patenten Eindruck. Nur der bereits erwähnte Zweijährige im Wartezimmer machte mir ein wenig Sorge. Er war der festen Überzeugung – und das tat er auch lauthals kund – dass er seinem Altersgenossen in die Ei** treten müsse, weil dieser SEIN Schaukelpferd besetzte. Der Schaukelpferdbesetzer rückte mein Weltbild dann Gott sei Dank wieder gerade, als er dem kleinen Drecksack sehr akademisch erklärte, warum Menschen gar keine Eier haben können. Ganz klar, weil nur Hühner Eier haben! Ich wollte an dieser Stelle noch einmal Danke sagen und hoffe, dass dieser andere Kevin-Verschnitt sich nie wieder mit mir und meiner Tochter ein Wartezimmer teilen wird!

Nachdem wir dann auch noch den ganzen Anmelde-Krankenkassen-Kindergeld-Marathon hinter uns gebracht hatten, war Schnuller-Akademie angesagt. Die kleine Maus hat sich nämlich über Nacht zu einem kleinen Dracula entwickelt. Sie saugt meine Frau förmlich aus. Klar, Muttermilch ist toll und alles wächst und gedeiht aber was soll ich mit einer Frau, die das Gefühl hat, sie sei Teil der Sahara. Nach 12 Erdentagen entschieden wir uns für den feinen Nuckel und unsere Tochter hat seitdem starke Ähnlichkeit mit der kleinen Simpsons-Tröte Maggie…

Leider haben wir seit dem Nuckelstart aber auch herausgefunden, wie stark unser Kind suchtgefährdet ist. Wenn die Plastiktülle nämlich mal aus dem Mundwinkel rutscht ist Schicht im Schacht. Dann bekommt das kleine Kaff in dem wir wohnen so eine Art Fliegeralarm zu hören und glaubt mir, sie wird später mal ganz alleine Fangesänge in Fussballstadien anstimmen und Chuck wird ihr Schüler sein!

Das sie auf starken Armen ganz gerne pennt, wissen wir seit der ersten Minute ihres irdischen Seins. Leider gilt das aber nicht für Kinderwagenfahrten. Töchterchen muss schon extrem satt und ausgeglichen sein, damit sie den Ritt mit dieser Höllenmaschine auch wirklich in Angriff nehmen will. Mit geschätzten 0,000002 Pferdestärken und zwei Millimeter pro Minute darf man das Ding bewegen. Alles darüber hinaus führt zu Schreikrämpfen und Kotzanfällen. Keine Ahnung, ob das Kind später mal auf Rummelpläten zu sehen sein wird und ich hoffe inständig, dass sie die Kinderwagenfahrten irgendwann auch mal genießen wird – und vor allem, dass ich mal weiter als bis zur Garage komme…

Und dann war da noch das Clusterfeeding…
Warum hat mir keiner gesagt, dass man vor dem Zubettgehen den kompletten Kühlschrank leer fressen muss, alleine schon aus der Angst heraus, es könnte kein Morgen mehr geben?! Meine Tochter ist jedenfalls so eine Negativ-Tussi… Sie glaubt tatsächlich, dass es demnächst in Europa wohl nix mehr zu futtern geben wird (denkt wohl an die Chinesen) und deshalb wird – vor allem in den Abendstunden – so richtig panikgesaugt. Meine Frau wird von 19 Uhr bis ca. Mitternacht so intensiv beansprucht, dass ich um Null Uhr gar kein Licht mehr anmachen muss, es reicht, wenn sie die glühenden Überreste ihrer Brustwarzen ins Dunkel der Nacht hält. An dieser Stelle möchte ich noch einmal ganz kurz innehalten und danken, dass wir Männer keine Milchgeber geworden sind!

Was gab es sonst noch? Ach ja! Wir waren ja auch noch bei der Elterngeldstelle. Ein Ort voller Zuversicht, Wärme und Geborgenheit – sieht anders aus! Hier fühlten wir uns eher wie drogenabhängige Knastis die ihre siebte Methadon-Ration an diesem Tag abholen wollten. Aber am Ende waren wir alle zufrieden – mehr oder weniger…

Und Vatertag und Muttertag? Ja genau! nächstes Jahr vielleicht, wenn wir mehr Routine haben und wenn wir auch wissen, was für ein Wochentag gerade ist. DAS ist uns nämlich momentan Sche*** egal ;)

So weit, so gut!

Your email address will not be published. Required fields are marked *