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Das war Woche VIERUNDZWANZIG

Das war Woche VIERUNDZWANZIG

Dank meines Arbeitgebers hatte ich letzte Woche schon das Vergnügen im Schnee zu toben und aus dieser pampigen Kunstschneemasse kleine klebrige Schneebälle zu formen. Das war ein echter Spaß (also in den fünf Minuten die ich dafür Zeit hatte und meine Hose noch trocken war). Es war aber auch ein echter Hinweis auf den nahenden Herbst und die damit einhergehende ungemütliche Wetterlage. Es ist wieder Jacken- und Mantelzeit.

Ich für meinen Teil trage gerne und mit Stolz meine sechs Jahre alte Jacke weiterhin (auch wenn meine Frau das nicht so gerne sieht). Vermutlich werde ich sie dieses Jahr auch beerdigen müssen – also die Jacke. Weil ihr Reißverschluss jetzt allmählich den Geist aufgibt. Aber wenn ich für die nächste Jacke tatsächlich auch so einen Jackendingsbumsadapter kaufen sollen müsste, dann wäre eine kleine Grundsatzdebatte (mit meiner Frau) doch angebracht!

Aber alles der Reihe nach! Es folgt der fulminante Erkenntnisgewinn der 24. Woche:

#01: Jackenerweitungsadapter – wasetallesgibt-Check
#02: Stubenwagenmodus:OFF – Laufstall-Check
#03: Emei-Baby-Gurt – Tragetuchdingensverweigerungs-Check
#04: Heilwollen-Fan – Gedenk-Check
#05: Taufe – Vollbracht-Check

Ja echt jetzt, da hat so eine lustige Mutti (Ingenieurin) doch tatsächlich einen Jackenerweitungsadapter entwickelt, mit dessen Hilfe du aus jeder Jacke ein Zelt machen kannst. Also du bist in der Lage aus deiner Jacke so eine Art Rot-Kreuz-Zelt zu machen. Darunter versteckst du dann im gleich erwähnten Tragegurt deinen Sprössling. Vermutlich kann sich keiner so recht vorstellen, wie ich geguckt hatte, als meine Frau mir dieses Dings im Internet gezeigt hatte. Und dann hieß das auch noch Kumja. Das erinnerte mich sofort an den dicken Kujau. Diesen Tagebuchfälscher der zu seinen besten Zeiten auch so einen Kumja hätte vertragen können (für seine Plauze).

Aber es macht Sinn. Also wir haben es noch nicht gekauft (noch nicht) aber vermutlich wird das Ding mit der nächsten Jacke meiner Frau käuflich erworben und dann geht unsere kleine Tochter in der Jacke auf Tauchstation. Herrlich, wie erfindungsreich doch diese Mütter sein können, wenn es drauf ankommt…

Ich könnte ja jetzt gleich nahtlos mit dem dritten Punkt fortfahren. Und wisst ihr was, das mach ich auch so. Als Zeichen und Beweis dafür, dass ich diese Text so gut wie unbearbeitet raushaue, lasse ich die Punkte einfach so stehen, wie sie sind und erzähle etwas über Emei-Baby…

Bevor unsere kleine Tochter das Licht der Welt erblickte, interessierten wir uns für diverse Transportmöglichkeiten der Kleinen. Natürlich sahen wir uns auch diese Fünf-Meter-Tuch-Lösungen an, die nachdem das Kind herausgewachsen wäre, problemlos auch für die zweite Verhüllung des Bundestagsgebäudes hätte verwendet werden können. Ich fand das alles einfach zu stark öko und sah mich auch nicht wirklich im Cafe mit diesem Trageturban sitzen. Ich wohne weder am Prenzlauer Berg, noch bin ich ein Münchner Societydingenskirchen. Das Ding war also ganz schnell Geschichte.

Wir schauten uns dann noch andere Lösungen an. Unter anderem auch eine Manduka (war ein Tipp von einer Kollegin). Dann gab es aber noch jede Menge guter Tipps von Wickelgruppen-Müttern und Hebammen und letztendlich sind wir bei einem witzigen Tragesystem gelandet, das wie ein Trekking-Rucksacksystem mit integriertem Kufiya ausschaut (Kufiya ist dieser Schal, den man in der arabischen Welt ganz gerne aufm Kopp trägt und wahlweise auch in der adoleszenten 12. Stufe aufm Dorfgymnasium, weil man links ist und das auch zeigen muss – wobei ich überhaupt keine Ahnung habe, ob alle Araber links wählen würden…).

Jedenfalls haben wir jetzt dieses Ding und zusammen mit dem Kumja (die Jackenerweiterung von eben) werden wir dann demnächst auch einen Song schreiben können, den wir dann als Weltmusik ans Label von Peter Gabriel verkaufen können.

Wir sind ja so open for Culture!…

So, Themenwechsel!

Ich bin ja noch den zweiten Punkt auf meiner Liste schuldig. Der Stubenwagen ist jetzt nämlich langsam zu einem sehr schwankenden Schiff geworden. Grund hierfür: Die sehr nahrhafte Muttermilch von Muttern! Unser Kind wächst und gedeiht und selbst wenn in jedem bekloppten Internet-Info-Guide für werdende Mütter steht, dass die Muttermilch nie den gleichen Effekt hat wie dieses Pulvermilchgedöns, so nimmt unser Kind tüchtig zu und braucht nun eine stabilere Ablagemöglichkeit als diesen süßen und gemütlichen Stubenwagen.

Es ist eine breite, quadratische Spielwiese geworden. Und so lange das Kind nur den Wechsel von Rücken- auf Bauchlage vollziehen kann, wird es wohl auch ein gemütlicher Ort bleiben. Später, wenn das Kind dann mal größer ist und sich auch aufrichten kann, wird es wohl die erste Knasterfahrung sein, die es macht.

Wir hoffen alle, dass es auch die letzte Knasterfahrung sein wird!

Warum jetzt so lange Phrasen über den Laufstall verlieren. Die Geschichte wird sich mit Sicherheit in den kommenden Wochen noch entwickeln und das Ding wird noch häufiger Gegenstand meiner Blogberichterstattung sein…

Heilwolle. Das klingt schon ziemlich nach Naturwolle und alternativer Heilkunde oder? Aber das Zeug ist total super! Gerade wenn euer Nachwuchs Probleme mit wunden Stellen hat. Kleine Wurst aus der Wolle gedreht, in die Ritze gedrückt und schon ist das Problem nur noch halb so wund! Diese Wolle macht schon echt was her und wir haben das Zeug in den letzten fünfeinhalb Monaten ganz gut einsetzen können. An diese Stelle noch mal Danke Katja für den wundervollen Rest der Heilwolle die vermutlich noch zwei weitere Kinder reichen wird ;)

Und hier wäre er. Der Tag X. Der Tauftag und damit endlich das Ende dieser Taufgeschichte.

Sagen wir einfach, es war rührend. Es waren ein paar erhebende Momente, gutes Essen und viel Verwandtschaft.

Ich wünsche jedem gute Nerven, viel Vergnügen und die gleichen schönen Augenblicke, wie ich sie hatte und damit Ende…

…für diese Woche!

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