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Das war Woche VIER

Das war Woche VIER

Yeah  Baby, ich bin dann mal weg! In Elternzeit, weg vom Arbeitsalltag, weg von Alltagssorgen und hinein ins größte Abenteuer aller Zeiten! Oder wie es der eine oder andere Mitstreiter auf der Tag-Für-Tag-Maloche bezeichnen würde: Der verpi*** sich und wir haben hier die Arbeit… Nee, würde natürlich nie jemand sagen. Die wissen ja alle, wie wertvoll diese Zeit ist und das man in der Zwischenzeit wirklich viel um die Ohren hat. Diese Arbeit besitzt den gleichen Stellenwert, wie jede andere auch. Vielleicht sogar noch mehr! Das wissen die alle da draußen. Da muss man gar nicht groß drüber lamentieren. Na ich mach es mal doch – nur zur Sicherheit. Der Deutsche an sich vergisst ja auch gerne mal recht schnell. Hier also meine neu erworbenen Skills der Woche:

  • #01: Monster-Windelsack-Organisator – Check(er)!
  • #02: Bäuerchenflüsterer – Schulz-Check!
  • #03: Chef-Vaporisator vom Dienst – Heißergehtsnicht-Check!
  • #04: Arbeitnehmer-Papa – Vorahnungscheck
  • #05: Babysafe-Einkaufswagen-Beschaffer – A-Team-Face-Triple-Check!

Gleich vorweg, weil noch so unglaublich frisch und in der ach so jungen Vaterseele brennend! Schei***, was sind diese Einkaufsmärkte doch beschissen organisiert, wenn man mit Säugling einkaufen gehen will! Ich hatte ja all die Jahre keine Ahnung! 40 Lenze bin ich zum Viktualienhändler meiner Wahl gelatscht und hab’ mir die Fastfood-Kacke in die Tüten gepackt, ohne auch nur einmal auf all die armen Schweine zu achten, die mit einem Maxi-Cosi-Cybex-Hyper-Babysafe-Wiegendingens versucht hatten, ihre Grünkernsuppe und ihre Monstermagnet-Mega-Windel-Monatspackung im viel zu kleinen Wagen zu verstauen und gemäß dem Motto “Einmal drin, alles hin!!!” noch nicht mal den Weg zur Kasse schafften, weil die Fleischsirene im Tragekorb so dermaßen Panik schob, dass man den kompletten Einkauf einfach im Gang für Kleintierbedarf abstellte und die Flucht nach Hause antrat…

Zugegeben, das sind Anfängerfehler, Anfängerangstschübe und Anfängerpanikattacken aber trotzdem! Können die Supermärkte nicht mal etwas logischer an die Sache rangehen. Gerade die Kunden, deren Nachwuchs noch nicht die 13-Kilo-Marke geknackt hat, wollen doch etwas mehr Hoffnung in ihrem ach so jungen Konsumentenleben als Ernährer zukünftiger Bruttosozialproduktbeitragende! Wir wollen ja gar nicht die Weltrevolution. Alles was wir wollen ist ein verdammter Einkaufswagen mit Sicherheitsgurt für den verschissenen Maxi-Cosi und vor allem mit vier funktionierenden Rädern!!! Kann ja nicht sein, das diese Stahlkorbkacke noch nicht mal geradeaus fährt, nachdem man kilometerlange Märsche hinter sich gebracht hat, um den letzten von fünf! Ich wiederhole: FÜNF! Babysafe-Service-Einkaufswagen am Rande des Kundenparkplatzes zu finden…

Armes Konsumenten-Deutschland! Scheiß Laden!

Da lob ich mir die Abfallentsorgungsbetriebe. Denen schickt man mal eben die eingescannte Geburtsurkunde vom Nachwuchs per Formulareingabe und ein paar Tage später bekommt man die Lebensration von drei Windelsackrollen, mit denen man dann die nächsten drei Jahre klar kommen sollte (…und das wollen wir doch mal schwer hoffen!) Gut, ich habe vermutlich übertrieben mit dem “Monster” aber auf Anfrage erkläre ich das gerne. Das mit dem Monster (ich Schelm…).

Die Geschichte mit dem Chef-Vaporisator ist schnell erzählt. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass dieser etwas zu groß geratene Eier-Kocher tatsächlich für die unverkeimte Gesundheit meiner kleinen Tochter von Vorteil sein kann aber Spaß macht es auf jeden Fall! Akribisch wird jeder Schnuller und die Flaschen in denen die Muttermilch für meine Zeit allein mit IHR zuhaus eingefroren wird, in diese Dampfkuppel gestellt und dann hört man es nur noch zischen und manchmal juckt es mich in den Fingern, so ein bissel auf Dr. NO zu machen und diverse Dinge zu sagen, während alles im Kessel verdampft. Ich gehe fest davon aus, dass das an den fehlenden REM-Schlafphasen liegt und ich in ein paar Jahren nur noch kopfschüttelnd vor diesem Text sitzen werde. Belassen wir es dabei. Ich bin trotzdem der VAPORISATOR!!!

Eine Sache zum Schluss und allen werdenden Vätern als Warnung mit auf den Weg gegeben! Schaut zu, das ihr eure Elternzeit ziemlich an den Anfang der Menschwerdung eures Nachwuchses legen könnt! Macht das, es lohnt sich und es ist vielleicht auch für eure Kollegen von Vorteil! Ich hatte das Vergnügen noch vier Tage zwischen Urlaub und beginnender Elternzeit zu arbeiten. Und ich war heilfroh, dass ich in vielen Dingen keine hochgeistige Arbeit mehr vollbringen musste. Auch wenn unsere Kleine mustergültig schläft und wirklich ein Traum von Kind ist, so hat man doch starke Schlafrythmusstörungen. Oder einfacher ausgedrückt. Ab 40 ist das eben nicht mehr so locker vom Hocker weggedrückt. Die Elternzeit an den Anfang zu legen, war eigentlich gar nicht vorgesehen und nur druch eine Notwendigkeit nun doch so gelegt. Ich bin aber sehr froh – hab’ ich das schon gesagt? Ja, macht ja nix – kann man ja nicht oft genug wiederholen…

So und nun is mal wieder Schicht im Schacht. Es ist 21.42 Uhr, dieser Post ist nun nicht Korrektur gelesen (drauf geschi***), wird gleich das Licht der Welt erblicken und ich werde in wenigen Minuten versuchen, gemeinsam mit meiner Frau und meiner Tochter im Reich der Träume ein paar Minuten voller Glückseligkeit zu fangen. Und morgen, ja morgen!

Morgen wird meine kleine Tochter einen Monat alt! Yeah, einen Monat hat sie nun aufm Buckel. Und mit ihren wunderschönen blauen Kulleraugen wird sie morgen aufwachen, uns anschauen und es wird ihr schei***egal sein, wie alt sie ist. Hauptsache es gibt Futter, es ist mollig und genug Menschen kümmern sich um sie. Und wir werden das gerne machen, nein wir werden es lieben!

Und das ist das Schönste daran!

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