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Das war Woche SECHZEHN

Das war Woche SECHZEHN

Was macht man eigentlich, wenn man eine 16 Wochen alte Tochter hat, eine Frau die sehr hungrig ist und der eigene Magen auch nach etwas essbarem verlangt? Richtig, man schaut in den gut gefüllten Kühlschrank und weiß schon längst, dass man an diesem Sonntag einen Nudelauflauf kochen wollte. Dumm nur, wenn die Hälfte der Zutaten dann doch nicht im (übrigens gar nicht sooo gut gefüllten) Kühlschrank auffindbar ist. Aber es birgt auch ein neues und völlig überraschendes Abenteuer. Aber bevor ich das erkläre, hier erst einmal was ich nach 16 Wochen des Vaterseins nun an neuen Fähigkeiten stolz präsentieren kann:

  • #01: Der Nachtabfüller – Refill-Check
  • #02: Der Wärmeversteher – Heatofthenight-Check
  • #03: Finanzausgleich-Verweigerer – Schäuble-Check
  • #04: Tippgeber – RatundTat-Check
  • #05: Der Nachtschwärmer – Hackenbacken-Check

Wie in jeder guten RTL II-Doku kommt das Beste natürlich zum Schluss und nein, ich muss euch enttäuschen, es wird nicht nackt sein und es wird auch kein Zombie sein – Sorry!

Natürlich war das wieder eine ziemlich lehrreiche Woche – für meine Frau. Ich habe die meisten Dinge eher so am Rande gelernt oder einfach nur aufgeschnappt, einige Dinge haben sich aber tatsächlich am Wochenende zugetragen und ich kann heute stolz behaupten, dass ich jetzt der friedenbringende Nachtabfüller geworden bin, der ich immer sein wollte. Meine Frau machte aus mir und einer gut gefüllten Flasche voll mit warmer, köstlicher Muttermilch den „good Guy“. Meiner Tochter werde ich so im subatomaren Subsubstammhirn als der positive Typ in Erinnerung bleiben, der sie immer satt gemacht hat. Damit bin ich für die Zukunft gewappnet und so ziemlich kein anderer Mann wird es meiner Tochter in Zukunft recht machen können (ich meine, wenn du mal die ultimativen Ur-Bedürfnisse befriedigt hast, dann kommt so schnell keiner mehr an dich ran!).

Vermutlich ist das aber alles sowieso nur blöde Küchenpsychologie. Am Ende des Tages zählt aber was satt macht und das bin zurzeit ICH. Also eigne ich mich hervorragend als Kapitelschließer und Nachtabfüller deluxe! Den Typen will ich sehen, der in 40 Jahren (Ja, 40!) zum ersten Mal an meine Tür klopft und meiner Tochter genau dasselbe bieten kann – Pah!

Nummer zwei der Woche teile ich mir mit meiner Frau. Wir haben nämlich herausgefunden, dass dieses Internet nur bedingt hilft, wenn man etwas über die Pflege und Aufzucht menschlicher Säuglinge erfahren möchte. In unserem Fall ist es nämlich so, dass unsere Tochter durchaus auf etwas Wärme steht. Wir parken sie jetzt nicht unbedingt in der Sauna zum nächtlichen Schlaf aber wenn man ihr noch ein kleines Goodie mit auf die Traumreise gibt (etwa ein paar dicke Socken oder noch ein Schlafanzug) ist auch im Sommer noch die eine oder andere Stunde Schlaf herauszuholen!

Wir hätten das selbst nicht gedacht aber kaum hat sie weniger an, ist es nicht mehr so gemütlich und die Nacht endet tatsächlich ein bis drei Stunden früher. Was lernen wir daraus? Genau! Schei** aufs Netz – in diesen Fragen muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen!

Beim Thema Finanzausgleich bekommen ja die meisten Minipräsis in diesem Land Pickel. Jeder schiebt und versucht irgendwie um diese Ausgleichzahlungen rumzukommen. Aber das ist nix zu machen. Dachte sich meine Frau auch und wollte doch tatsächlich den Gegenwert der Mumi (Muttermilch) jetzt in bare Münze ausgezahlt bekommen. So als Geschenk dachte sie sich das. Also die Rechnung ist ganz einfach. Knapp vier Monate Mumi sind ungefähr X Packungen Anrührmilch. Da die Breisuppe aus der Drogerie nicht gerade billig ist, hat sie da ein nettes Sümmchen zusammengerechnet und mir zog das fast die Schuhe aus.

Also ich weiß nicht. Ich glaube ja, sie will nur mit dieser Aktion darauf aufmerksam machen, dass es da noch ein oder zwei Geschenke geben müsste. Aber wo kommen wir denn da hin, wenn das jeder machen würde…

Den Tippgeber-Check hab ich da ja jetzt nur stehen, weil ich irgendwie auf fünf Checkpunkte kommen musste und weil ich künstlich die Spannung für die HAMMERSTORY der Woche noch halten will. Aber damit das Ding jetzt komplett vor Füße läuft hätte ich tatsächlich für alle werdende Väter noch zwei Tipps:

Nummer 1: Denkt daran, jetzt bald den Kinderwagen zu kaufen. Die Dinger haben eine mordslange Wartezeit (bis zu vier Monate). Also diejenigen, die ich damit erreichen will sind aus der Pfalz, so alt wie ich und werden jetzt schon wissen was ich meine – Schließlich sind es nur noch vier Monate ;)

Nummer 2: Nächste Woche steht bei unserer Kleinen die zweite Impfdosis an und ich bin mir jetzt gewiss, dass diese Aktion auch locker noch zwei Monate hätte warten können. Überlegt also gut, ob ihr die Impfung tatsächlich schon 10 oder 12 Wochen nach Geburt machen wollt.

So und da ist ER. Top 5 – Der Hackenbacken-Check!!!

Nun ja, wir hatten fast alles für das Gericht im Haus bis auf dies, jenes und das andere. Blöd! Aber nicht hoffnungslos! Schließlich haben wir in unserem Kaff ja auch Kneipen und Restaurants. Aber wir waren auch noch nie mit der Kleinen in so einem Laden gewesen und es war schließlich Sonntag-Abend. Viele Menschen gehen an diesem Tag essen, weil sie vergessen hatten dies oder jenes oder das andere einzukaufen, oder weil sie genießen wollen oder weil der Tatort einfach scheiße ist.

Ich hatte das alles vor meinem geistigen Auge und auch ein wenig Panik, weil unser Töchterlein zwischen 17 und 19 Uhr gerne ehrenamtlich für die freiwillige Feuerwehr tätig ist und gestandene Sirenen locker in den Schatten stellt. Aber wir hatten auch Hunger.

Was soll’s wir waren mutig und reservierten uns einen Tisch. Die Kneipe war fußläufig 10 Min. von uns entfernt. Erste Hürde: Treppe – Locker geknackt. Zweite Hürde: Kinderwagen unauffällig in die Szenerie integrieren – geknackt. Bestellung aufgeben – Check. Erster Schluck vom Radler genießen – Check – Schnitzel bestellen und dabei den Namen des Schnitzels gaaaaanz langsam über die Lippen gleiten lassen – CHECK! – Warten…

Schnitzel kommt, Teller steht auf dem Tisch – Guten Appetit wünschen – RÄBÄÄÄÄÄÄÄ!
Shit!
Nicht geklappt. Spielzeug wieder in die Hand drücken, 20 Sekunden Ruhe – genießen – kauen – nee, so klappt das nicht! Mist!
Na gut. Es ist außer uns noch keiner in der Kneipe – Wir entspannen und wechseln uns beim Schunkeln ab. Dann, nach ein paar Minuten versuchen wir es wieder. Wir legen die Kleine in den Kinderwagen und siehe da, es klappt! Wir können tatsächlich bis kurz vor Schnitzelende essen. Dann allerdings ist Schicht im Schacht und wir zahlen pronto.

45 Minuten Ausgehzeit haben wir geschafft. Inklusive der 15 Minuten Schreirückgehzeit haben wir eine ganze Stunde als ausgehende Menschen genossen. Also kommt schon, das ist doch ein Hackenbacken-Check wert oder?

Wir haben es drauf – wusste ich schon immer…

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