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Das war Woche FÜNFZEHN

Das war Woche FÜNFZEHN

Was in diesem Wochenbericht zu lesen sein wird? Nun, das lässt sich wohl am besten mit Zeitnot, Zeitraffer und Zeitwert zusammenfassen. Zeit wird – aus welchen Gründen auch immer – eine wesentliche Rolle in diesem Text spielen. Was ich ebenfalls nicht zu glauben wagte, ist tatsächlich eingetroffen. Ich habe von einem Erkenntnisgewinn zu berichten! Es ist jetzt nicht die große Nummer und auch nicht wirklich zu vergleichen, mit all dem was ich in den Wochen zuvor gelernt habe aber es ist neu und beachtenswert!

Hier also all meine neuen Fähigkeiten dieser Woche:

  • #01: Papaclown – KarlDall-Check
  • #02: Kurzzeitgenießer – Uhrenhasser-Check
  • #03: Kapitelwechsler – Blattlaus-Check

Meine Frau meinte beim letzten sonntäglichen Spaziergang, ich könne doch den Papaclown auch KarlDall-Check nennen. Har Har. Ich lachte – kurz. Aber es stimmt ja! Ich habe 40 Jahre lang jeden Erziehungsberechtigten auf dieser Welt für Vollpanne erklärt, wenn er vor seinen Zöglingen stand und mit seinen Grimassen sehr nah an Karl Dall heranreichte. Es sah nicht nur bekloppt aus, ich konnte auch nicht verstehen, welchen Sinn und Zweck das haben sollte. Natürlich sah ich, dass das Kind dann lachte aber war es das wert? Ich meine, der Typ sah aus wie Karl Dall!

Ja und dann kam meine Tochter und ich kann es jedem noch so coolen zukünftigen Papa nur wünschen, dass er nicht versucht diesem Drang zu widerstehen. Lasst es zu, macht euch zum Karl Dall für euren kleinen Hosenscheißer aber achtet um Himmels willen darauf, dass ihr dabei nicht gefilmt werdet. Diese Videos sind perfektes Erpressermaterial und sie werden euren coolen Ruf auf Jahre hin vernichten. Jeder Mensch da draußen wird lachen und euch nie wieder ernst nehmen können!

Es macht mir heute jedenfalls einen riesigen Spaß für meine Tochter Grimassen zu ziehen. Sie bekommt davon einen so starken Lachflash, dass jeder aber wirklich jeder im Raum von diesem Lachen angesteckt wird (und dabei Gott sei Dank das filmen vergisst…).

Von Montag bis Freitag:
Ja, und dann ist es 18 Uhr und ich bin kurz davor die Tür zu Hause aufzuschließen. Mir springt jetzt kein Hund freudig entgegen und auch die Begrüßungsrituale meiner kleinen Tochter beschränken sich auf ein sanftes, bestimmtes aber sehr kurzes Grinsen. Ich gehe fest davon aus, dass sie es länger fassen würde, wenn ihr alle Gesichtsmuskeln auch in der Weise gehorchen würden wie sie es sich schon seit Wochen wünscht. Aber es bleibt kurz und wiederholt sich in regelmäßigen Abständen, wenn man es denn ordentlich genug provoziert (siehe den Abschnitt über Karl Dall…).

Die Abende gestalten sich nach wie vor sehr kurz und der Hauptteil der Zeit geht für Einschlaf-Rituale und Essen zubereiten drauf. Meine Tochter hat aber in den letzten Tagen ein Einsehen mit mir. Extra und nur zu Gunsten meiner Vater-Tochter-Zeit hat sie sich jetzt auf die frühen Morgenstunden konzentriert. Planerisch – aus ihrer Sicht wohl kongenial – meldet sie sich bereits gegen 3.30 Uhr und spätestens um 6.00 Uhr noch einmal. Die Tage an denen meine Frau und ich davon schwärmen konnten dass unsere Tochter wie „eine Große“ schläft, sind wohl vorbei.

So gesehen, bin ich aus zweierlei Hinsicht nun zum Uhrenhasser geworden…

Wisst ihr was eine Blattlaus ist? Nein, nicht die kleine Laus, die von Ameisen gerne als Milchkuh gehalten wird. Eine Blattlaus ist bei Musikern (vor allem Pianisten) dieser kleine graue Mensch, der dem Starpianisten die Seiten umblättert. Eigentlich ein scheiß Job vor allem für Klavierstudenten und –Schüler. Für mich ist es aber ein riesiges Lob in diesen Tagen.

Meine Frau erklärte mir (übrigens beim gleichen Spaziergang, bei dem sie mir das mit dem Karl Dall vorschlug!), dass ich für sie in den letzten Wochen – seit ich wieder arbeiten gehe – eine Art Kapitelwechsler geworden bin. Quasi die Blattlaus des Alltages. Wenn ich abends die Tür aufschließe und „Hallo!“ rufe, beginnt für sie der entspannende Teil des Tages. Dann wird gemeinsam das Essen vorbereitet, die kleine gefüttert und man kommt runter.

Ich muss sagen, mit dem Job kann ich leben! Kann man einem Mann auf eine schönere Art sagen, dass man sich freut ihn zu sehen?

Dankeschön!

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