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Das war Woche EINUNDZWANZIG

Das war Woche EINUNDZWANZIG

Ja so langsam gehen mir die Ausreden aus. Diese Woche schon wieder unterwegs. Diesmal lerne ich dazu, habe Fortbildung. In diesem Fall bin ich fort für die Bildung. Ach, das ist schon ein Drama. Gerade fängt die Kleine an ihren Kiefer mit Beißwerkzeugen auszustatten, da finde ich heraus, dass Zugfahren ja doch total meditativ sein kann (aber das war jetzt der zynischste Spruch der letzten 10 Jahre!).

Wer so viel unterwegs ist, der muss die kleinen Momente ganz genau abpassen, in denen etwas passiert und wo man definitiv dazu lernen kann. Und ich bin ein aufmerksamer Beobachter! Ich habe in dieser Woche tatsächlich wieder fünf Checkpunkte zusammen bekommen. Und diese wären:

#01: Muttermilch und Mandelöl – Der Dermacheck
#02: Kinderwagen_Schnuller_Ablehnzeit – Servicecheck
#03: Heizungszeit – Mollig-Check
#04: Schwimmkurs-Nasen-Dusche – Butzemann-Check
#05: End(zeit)Taufgespräch – Katho-Check

Die Kleine hat eine ganze Menge von mir geerbt. Davon gehe ich fest aus. Sie ist definitiv zu 75 Prozent mit mir genetisch übereinstimmend und jeder doofe Doktor der jetzt was von einer Fiftyfifty-Nummer erzählt kann mich mal!

Aber auch wenn ich mich irren sollte und sie tatsächlich nur 50 Prozent meiner genetischen Erbanlagen in sich trägt (was ich immer noch nicht glaube), hat sie auf jeden Fall etwas ganz Beschissenes von mir geerbt und das ist die schlechte Haut. Gegen meine Haut ist die Sahara ein ewig sprudelnder Quell voll von fruchtbaren Böden und gut gefüllten Brunnen. Nein ehrlich, meine Haut ist einfach nur der trockenste Ort auf diesem Planeten und unsere Tochter hat diesen Kack geerbt.

So bald sie als Nacktfrosch auf dem Wickeltisch liegt, fängt sie an sich zu kratzen. Aber jetzt haben wir endlich einen guten Tipp bekommen! Lange Zeit haben wir nämlich die Muttermilch in die Haut gerieben und anschließend, wenn die Haut wieder trocken war noch Mandelöl nachgeschoben. Seit wir aber auf die Muttermilchfeuchte Haut das Mandelöl auftragen kratzt die Kleine nicht mehr. Es scheint, als hätten wir das Problem endlich gelöst. Gut die Kleine riecht jetzt wie ein Allgäuer Milchbauer kurz nach halb fünf in der Früh aber damit kann sie wohl noch ein paar Monate leben…

Und dann war da noch dieser Kinderwagen. Mal abgesehen von der Tatsache, dass dieses Ding auf vier Plastikrädern einfach nur irrsinnig teuer war, so ist es bei uns momentan zusammen mit dem (viel günstigeren) Schnuller so ziemlich das letzte, was unsere Tochter sehen will. Mit knapp fünf Monaten hat sie sich entschieden lieber ein Tragekind sein zu wollen, was mit knapp acht Kilo alles andere als eine beiderseitige Entscheidung war.

Den kleinen Knödel auf dem Rückweg eines ausgedehnten Spaziergangs nun auf den Armen nach Hause tragen zu dürfen, macht aus mir keinen wirklich glücklicheren Papa. Noch bescheuerter sieht es aus, wenn du das Kind tragen musst und diesen (irrsinnig teuren) Kinderwagen leer Richtung Heimat rollst und dabei immer versuchst bei beiden Teilen (Kind und Wagen) die Spur zu halten. Aber Gott sei Dank gibt es ja noch Väter in der Nachbarschaft, die über ältere Kindermodelle verfügen und ihre Schubkraft in deine Dienste stellen können. Das rettet einem manchmal (gerade bei den ganz ausgedehnten Spaziergängen) auf jeden Fall den Allerwertesten und du kommst rechtzeitig vor dem Muskelkrampf in den Armen Zuhause an.

In dieser Woche ist es natürlich wieder etwas wärmer geworden aber man merkt jetzt doch langsam, dass es bald Herbst sein wird. Morgens ist es schon verdammt frisch und auch in den eigenen vier Wänden wird es langsam immer kühler. Für den kleinen Knödel ist das natürlich kontraproduktiv. Weil Babys die Wärmetoleranz eines besoffenen Kubaners im 3. Saunagang haben, brauchen diese kleinen Menschen doch etwas mehr Wärme als so ein durchschnittlicher Nordeuropäer zu verschenken hat. Da kannste schenken so viel du willst, wenn es nicht kuschlige 21 Grad in der Hütte hat, macht der Gnom mit Sicherheit Terz! Also haben wir in diesem Jahr die Heizung schon früher angeschmissen. Das wird unsere Energiebilanz im Vergleich zu den Vorjahren zwar deutlich verzerren aber ich glaube, es ist keinem Menschen mehr Schnuppe, ob ich eine Energiebilanz überhaupt erstellen kann, als meiner kleinen Babytochter. Und da spiele ich doch gerne den Chauffeur und gebe mir auch diesen Fleiß-Checkpunkt!

Meine Frau wollte es ja unbedingt. Sie schwimmt für ihr Leben gern und irgendwie ging sie davon aus, dass die Kleine 75 Prozent ihren genetischen Erbgutes erhalten hat (was rein rechnerisch ja gar nicht geht, weil sie dann ja über 150 Prozent unserer Genetik verfügen würde, weil sie ja schon… – ja is, ja auch egal…). Jedenfalls glaubte meine bessere Hälfte, Schwimmen wäre genau der richtige Einsteigersport für unsere kleine Putte. Kennt ihr dieses Zonk-Geräusch, wenn der Zonk früher kam? äääääähng! Genau! Ääääääähng! hat’s gemacht! Unser Kind will nicht morgens um halb neun ins die nasse Plörre und schon gar nicht Schwimmübungen machen. Allerdings verfügt unsere kleine Brummsel über eine enorm hohe Anzahl an Butzemännern in ihrer kleinen Stupsnase und hier ist der Schwimmkurs einfach genial!

Es ist übrigens auch der Grund, warum ich nachdem ein Babyschwimmkurs im Wasser war, niemals in das gleiche Wasser gehen würde… – Trotzdem! Check ist check ;)

So! Und das letzte Wort hat die Kirche. Vor ein paar Tagen war das letzte Taufgespräch vor dem großen Begießnis. Wir sind jetzt zu dritt. Also die Täuflinge sind zu dritt – was die Sache nicht wirklich einfacher macht. Wisst ihr, früher hat man sich an den Fluss gestellt, gewartet bis ein Täufer vorbeikam, dann hat man seinen Kohlkopf unter Wasser gehalten und mit etwas Glück war man nicht abgesoffen. Das nahm man dann auch zum Anlass heftig dankbar zu sein und im Nebeneffekt war man auch noch sauber.

Heute braucht man für die Nummer einen ganzen Tanzkurs an Abfolgeschritten. Himmel ist das kompliziert! Jetzt brauchen wir für unseren kleinen Täufling auch noch einen Schutzpatron und Superheilige und was sonst noch alles. Ich sage euch, eher geht der Markus durchs Nadelöhr, als der Schutzpatron Don Camillo heißen darf. Meine Frau dachte auch an die heilige Pipilotta aber der zuständige Diakon findet das alles nicht so lustig. Er ist mehr von der ernsthaften Christensorte und hält sich an das große Buch (nicht die Bibel, die haben noch so ein Liturgie-Dingens) Und da steht wohl drin, was man alles beachten muss, wenn man getauft werden möchte. Wie gesagt, ein Tanzkurs hat weniger Grundschritte aber wir machen das und wir schaffen das auch noch. Wäre ja gelacht, wenn die Nummer nicht auch noch ein großer Checkpunkt werden kann.

So und nu Matratzen-Horchdienst. Bis nächste Woche – aber dann mal wieder am Stück Zuhause!

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