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Das war Woche DREI

Das war Woche DREI

Viele Dinge im Leben ändern sich. Man zieht in eine andere Stadt, man kauft sich ein schnelleres Auto oder man beginnt einen neuen Job. Wenn man Vater wird, scheint all das gewissermaßen über Nacht in Summe zu geschehen. Obwohl man keinen einzigen Zentimeter von der Stelle weicht, befindet man sich innerhalb von wenigen Wochen in einem völlig neuen Universum. Bevor ich aber hier anfange philosophische Babykacke zu produzieren, möchte ich zunächst mal mit meinen neu erworbenen Fähigkeiten angeben:

  • #01: Zum Babysprachgenie mutiert (und das in nur 21 Tagen) – Check!
  • #02: Babybademeister Deluxe – Wetwetwet-Check!
  • #03: Babyvorführer vom Feinsten – Präsentations-Double-Check!
  • #04: Schärfster Baumarkt-Kritiker – Ausgucker-Check!
  • #05: Buddhistisches Nixtun-Nurzugucken – Entspannungstriple-Check!

Ich habe davon ja schon in meinem letzten Zwischenpost geschrieben. Das mit dem buddhistischen Nichtstun und trotzdem total produktiv sein zu können. In den letzten Tagen ging mir das immer weniger auf die Nerven und ehrlich gesagt schaue ich mir meine Tochter total gerne an. Hier und da schreit sie. Total unbegreiflich weil satt und sauber und trocken und alles super. Im Internet stehen dann supertolle Tipps über diese Unbegreiflichkeit. Ich lese mir die dann auf dem Klo durch. Bin über die Tatsache, dass das Kind trotzdem irgendein Problem hat, nicht sonderlich begeistert und nehme das dann aber schließlich alles hin. Was bleibt mir auch sonst übrig. Es ist einfach und auf eine ganz eigene Art und Weise sehr besinnlich. Ich glaube es gehört zu den Luxusgütern in unserer Zeit seinem Kind in dieser Phase einfach zuhören zu dürfen.

Und im gleichen Atemzug, mit dem man gerade die Weisheit in sich aufnimmt und zum absoluten ZEN-Meister mutiert, gibt es da noch dieses degenerative Verhalten, welches – von außen betrachtet – einen absoluten evolutionären Rückschritt bedeutet. Man fängt an zu brabbeln. Man macht jene berühmten Deppengeräusche, Zungenschnalzer und Lolloll-Laute. Man “spricht” mit seinem Kind und das alles auch nur, weil es in diesen total intelligenten Erziehungsberatern steht, weil es im Internet steht und wenn ich ganz ehrlich bin, weil man es genießt, dass der kleine Hosenscheißer diese bekloppten Rufe zum schießen lustig findet. Sie lacht über beide Backen und ich bin noch motivierter. Ich ploppe minutenlang mit meinen Lippen und es ist mir in diesem Augenblick Schei**egal, wer oder was mich alles beobachtet…

Drei Wochen alt und schon begeistert von diesem Idioten-Papa. Ja, da weiß man gar nicht, worauf man zuerst stolz sein soll…

Ich für meine Teil habe diese Woche jede Menge dazu gelernt. Mir ist heute klar, dass ein Kind gerne in Wasser badet, das nicht wärmer als 37 Grad ist, weil sonst auch gerne mal aus Protest ins Wasser gekackt wird – so geschehen. Den Deluxe-Bademeister gebe ich natürlich trotzdem als neue Fähigkeit an. Schließlich war der erste Badetag so erfolgreich, dass sich das Kind nur kurz bepinkelt hatte. Beim zweiten war ich dann einfach schon viel zu selbstbewusst.

Und was man über Baumärkte als Neupapa oder Demnächstpapa auch noch wissen sollte: Es gibt keine Einkaufswagen mit Babysafe! Wenn ihr also mal eben beim Baumarkt eine Glühbirne oder sonstigen Kleinscheiß kaufen müsst (was man in der Regel ja immer macht – es sei denn man hat neben dem Kind auch noch Bock auf Gartenarbeit), dann legt euch ein paar gute Armmuskeln zu. So ein Baumarkt wird doppelt so groß, wenn man vier Kilo plus Babysafe durch ihn schleppen muss…

Was es mit dem Babyvorführer auf sich hat? Ja, lange Geschichte. Ich weiß nur, dass ich nachdem wir die Kleine nun am Arbeitsplatz meiner Frau präsentiert haben, ich das an meinem erst tun werde, wenn das Töchterchen einen Praktikumsplatz in der 9. Klasse braucht. Damit das keiner falsch versteht! Der stolze Vater kam aus dem grinsen gar nicht mehr raus und war auch überaus stolz aber das war eben doch auch eine ganz schön anstrengende Präsentationsshow!

Und zum Schluss…
…will ich noch ein Loblied auf unsere Hebamme singen. Wie ein guter Freund neulich sagte: Diese fleischgewordene Gebrauchsanweisung für Neumenschen hat all unseren Respekt und Dankbarkeit verdient. Ohne diese Person wären viele Fragen unbeantwortet geblieben und wir wären verdammt unsicher mit der Kleinen umgegangen. Ich finde Hebammen seit ein paar Wochen total Klasse und ich bin froh, dass es diese tollen Menschen gibt. Ohne Feiertag, zu jeder Tag- und Nachtzeit erreichbar und immer gut gelaunt.

Einfach Danke!

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