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Das war das erste HALBE JAHR

Das war das erste HALBE JAHR

In dieser Woche habe ich mir nicht etwa Zeit gelassen. Nein, es war einfach viel zu viel zu tun und abends war ich dann auch nicht mehr in der Lage mal eben noch einen lockeren Spruch zu Papier zu bringen. Deswegen kommt der GROSSE HALBJAHRES-CHECK auch ungefähr vier Tage zu spät.

Abgesehen davon, habe ich mich jetzt auch mal eben von Facebook beurlaubt. Mir geht dieses soziale Netzwerk schon länger auf den Geist und neulich gab es so einen Augenblick, wo ich einfach wusste, jetzt muss mal gut sein mit virtuellem netzwerken.

Wer wissen will, wie es hier auf dem Blog weitergeht, kann ja den RSS-Feed abonnieren oder einfach die Seite bookmarken. Das es weiter geht steht jedenfalls fest. Es liegen noch fantastische 30 Monate vor diesem Blog und meinem Erkenntnisgewinn und das wird mit Sicherheit genauso spannend wie die ersten sechs Monate als frischgebackener Neu-Alt-Papa.

Für diese Woche habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ich habe die 10 wichtigsten Dinge aus den letzten 26 Wochen herausgenommen, die jedem Papa in den ersten sechs Monaten am wichtigsten sein sollten. Auch hier gilt: Schmeiß es weg, wenn es nicht deiner Meinung entspricht. Es ist mein Leitfaden und ich will und kann keinem anderen Papa in die Patte reden. Hier trotzdem mal meine Top 10:

#01: Keine Panik – auch wenn es schwer fällt!

Wir haben noch heute ein ungutes Gefühl, wenn die Kleine mal für länger als 10 Minuten sehr ruhig atmet und das Babyphone keinen Knacks von sich gibt. Nach 15 Minuten (die einem wie zwei Stunden vorkommen) werden wir beide uncool und einer von uns geht nach ihr schauen. Vielleicht sind wir übervorsichtig und vielleicht ist das auch nur so beim ersten Kind aber man macht sich eben immer etwas Sorgen. Wichtig ist, dass man nicht in Panik verfällt oder das Kopfkino mit einem durchgeht. In den ersten Wochen war das schon sehr wild und wir verdammt unsicher aber das hat sich mit der Zeit gelegt und jetzt kann ich nur empfehlen, die Panikkapelle mal fein im Dorf zu lassen!

#02: Keine Feten feiern – auch wenn es schwer fällt!

Ebenfalls steht fest: Man sollte seine Kräfte schonen und auch wenn es am Anfang sehr verlockend klingt und man noch über genug Kraft verfügt, lasst die Feten andere feiern. Ich war am Anfang gerne noch auf ein paar Veranstaltungen gegangen aber das hatte sich bitter gerächt (auch die Nummer mit dem Rockfield war nicht ganz leicht… kleiner Insider…)

#03: Keine falsche Charme – auch wenn es schwer fällt!

Was mir am besten gefallen hat? In den ersten Wochen und Monaten jegliche Scheu vorm Vollpfosten-Dasein abzulegen. Zumindest meiner kleinen Tochter gegenüber habe ich mich gerne zum Clown gemacht. Habe Grimassen geschnitten und damit höre ich jetzt nicht etwa auf. Ich werde das vermutlich noch intensivieren. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird die Außenwelt davon nicht viel mitbekommen aber hey, schmeißt euer Kopfkino an und denkt daran, wie toll ich Grimassen schneiden kann ;)
Nein im Ernst, es macht total Spaß und nichts auf der Welt hört sich so schön an, wie das Lachen einer kleinen Baby-Tochter (oder Sohn). Das klingt sogar nochmal besser, wenn du dafür der Grund bist!

#04: Keine Elternzeit verpassen – auch wenn es schwer fällt!

Ich habe es in der Vergangenheit jetzt häufiger gehört. Es gibt Arbeitgeber, die tatsächlich ihren Männern die Elternzeit mehr oder weniger verwehren oder erheblich erschweren. Was für riesen Arschl*** sind das denn? Diese Zeit ist unglaublich wichtig und prägend und man lernt in dieser Zeit extrem viel über sich, seine Umwelt und auch die Sache mit der Verantwortung, Organisation und Stressmanagement ist nicht zu verachten. Ein Arbeitgeber der das auch betriebssoziologischer Sicht nicht bedenkt, ist ein Vollpfosten-Arbeitgeber ohne Perspektive und vermutlich auch ohne echten zu transportierenden Inhalt. In unserer Gesellschaft leider sehr häufig vorhanden…
Diese Kurzsichtigkeit kann ich nicht nachvollziehen und hier wäre es an den Damen und Herren in Berlin, dem ganzen einen Riegel vorzuschieben! Elternzeit ist Fortbildungszeit der Extraklasse – kapiert das mal endlich da oben!

#05: Kein Baby im Netz – auch wenn es schwer fällt!

Ich habe es ja schon kurz angedeutet. Die sozialen Netzwerke sind momentan nicht der Ort an dem ich mich wirklich gerne aufhalte (bis auf Twitter und Instagram, da bin ich immer noch ganz gerne). Aber Babyfotos (und wenn es noch so in den Fingern juckt) gehören nicht ins Netzwerk. Schon gar nicht auf Facebook und Co.! Hier laufen so viele kranke Menschen rum, sind so viele verhaltensgestörte Penner unterwegs, dass man unter Umständen ziemlich viel versaut, beim Upload seines Kindes Foto. Ich will mir gar nicht ausmalen, was in den Gehirnen alles vorgeht und ich kann auch hier nur an den gesunden Menschenverstand appellieren. Macht es einfach nicht!

#06: Kein Baby schütteln – auch wenn es schwer fällt!

Am Anfang habe ich auch noch darüber lachen müssen aber dann las ich auch über Menschen, die ihre Kinder (Säuglinge) etwas wild geschüttelt hatten. Einmal sah ich sogar auf (RTL2) wie eine Mutter ihren Säugling wild schüttelte und sich darüber freute, dass das Kind nur so still zu bekommen war. Ja genau! Man das Kind hatte ein mittleres Schleudertrauma und war kurz vorm Kotzkrampf! Nee nee nee – Was fällt solchen Menschen eigentlich ein? Genau aus diesem Grund gibt es Broschüren auf denen vorne fett gedruckt „NICHT SCHÜTTELN“ steht. Verkehrte Welt oder?

#07: Keine Impfung ablehnen – auch wenn es schwer fällt!

Ja, die Masern. Ich bin ja noch auf einer Masern-Party gewesen und auch andere „Kinderkrankheiten“ habe ich in den 70ern praktisch im Vorbeigehen bekommen und dann ausgestanden. Nicht immer ohne Nach- und Nebenwirkungen. Manchmal sogar etwas fataler als man glauben möchte. Aber so war das in den 70ern. Und heute. Tja, heute ist das fast wieder genauso irrsinnig. Die Menschen halten nichts mehr von Impfungen und Masern haben ja noch keinem geschadet oder? Das ist alles schon immer mit Arbeit für den Körper verbunden und nicht selten verbraucht der Körper so viel Energie, dass sie an anderer Stelle fehlt. Warum also diesen kleinen Kinder-Organismus unnötig so viel Stress aussetzen, wenn doch eine Impfung dem ganzen Schwachsinn Einhalt gebieten könnte.
Nun werden in den ersten Monaten nicht gleich die Impfungen gegen Masern veranlasst aber gegen eine Reihe von anderen, ebenso schweren Erkrankungen schon und auch wenn die Impfstoffe in ihrer Zusammensetzung einfach mal reiner sein könnten, sie abzulehnen ist nicht ratsam. Wir sind jedenfalls keine Impfgegner (auch wenn die Impf-Sessions allesamt viel Kraft gekostet hatten!).

#08: Keine dummen Tipps geben – auch wenn es schwer fällt!

Ja, klingt gut – ist schwer. Ich bin jetzt nach 26 Wochen auch schon häufiger mal in diese Falle getappt. Vielleicht klingt sogar der letzte Tipp von Punkt 7 dumm für den einen oder anderen. Am besten macht jeder seine Erfahrungen. Ich schreibe das hier ja auch alles eher für mich auf (grins). Nein, ehrlich! Alles nur Empfehlungen. Nicht mehr und nicht weniger. Jedes Kind ist anders und es gibt nicht den Universal-Ratschlag.

#09: Keine Sekunde Schlaf verschenken – auch wenn es schwer fällt!

Meine Frau verschenkt jede Menge Schlaf, eben weil es ihr schwer fällt. Ich bin da anders. Ich schlafe sobald ich in der Horizontalen liege und meine Aufgabenzettel abgearbeitet ist. Ich kann jedem nur empfehlen die Schlafzeiten zu nutzen und nicht mit anderem, überflüssigem Schwachsinn zu verplempern. Manchmal kann der Abwasch auch noch die paar Stunden warten und auch das Kinderzimmer muss jetzt nicht wirklich tiptop aufgeräumt sein.

#10: Kein Kind schreien lassen – was keinem schwer fällt!

Ein Kind schreit. Ja, das war mir bekannt. Ein Kind schreit aus vielen Gründen und jedes Mal wenn ein Kind schreit, hat es ein Bedürfnis (glauben viele Pädagogen – glaube ich auch). Ein Kind schreien lassen kann durchaus mal nicht anders machbar sein. Wenn man in seiner Nähe ist, wenn man signalisiert, dass man jederzeit die Bedürfnisse versucht zu stillen, dann kann das Kind auch mal schreien. Das ist vor allem dann völlig in Ordnung, wenn man nicht versteht, was gerade das Bedürfnis des Kindes ist. Ein Kind alleine schreien zu lassen ist nicht unbedingt die richtige Entscheidung. Denken wir.

Wir haben das bisher nicht gemacht und ich glaube, die Entscheidung war – wenn auch manchmal für Dritte nicht immer nachvollziehbar – richtig.

Aber auch hier gilt: Das entscheidet jeder für sich!

Auf die nächsten sechs Monate und diesmal mit Drehung, Krabbeln, Brabbeln und jeder Menge Brei…

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